Eine Photovoltaik-Anlage nutzen, um kosteneffizienter zu heizen? Viele suchen immer mehr nach Wegen, ihre Energieversorgung umweltfreundlicher zu gestalten und dabei ihre Heizkosten zu reduzieren. Eine der zukunftsweisenden Lösungen, die in den letzten Jahren an Beliebtheit gewonnen hat, ist der Einsatz von Photovoltaik-Anlagen, die nicht nur zur Stromerzeugung, sondern auch als alternative Wärmequelle genutzt werden können. Aber wie effektiv ist diese Technologie wirklich als Heizung? Erfahren Sie hier mehr über die Möglichkeiten und Technologien!

Photovoltaik als Heizung: So können Sie Ihre PV-Anlage als Heizung einsetzen

Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) bieten eine zukunftsweisende Methode, um nachhaltig elektrischen Strom zu erzeugen und damit mit bestimmten Technologien zu heizen. Die PV-Anlagen nutzen Sonnenlicht, um es direkt in elektrische Energie umzuwandeln, die anschließend vielseitig im Haushalt oder in gewerblichen Einrichtungen genutzt werden kann. Für die Nutzung als Heizungsoption gibt es folgende Grundlagen:

Als klassische Wärmequellen können PV-Anlagen nicht eingesetzt werden. Stattdessen wird der durch die Photovoltaik erzeugte Strom verwendet, um elektrische Heizsysteme, wie Wärmepumpen zu betreiben. Zu diesen zählen:

  • Wärmepumpen, 
  • elektrische Lüftungssysteme (Klimaanlagen) sowie 
  • weitere elektrisch betriebene Heizelemente. 

Der wesentliche Vorteil bei der Nutzung von PV-Anlagen zur Stromerzeugung für Heiztechnologien, ist die deutliche Reduktion der Stromkosten. Der selbst produzierte Solarstrom ist mit etwa 8 Cent pro Kilowattstunde (kWh) erheblich günstiger im Vergleich zu den aktuell regulierten Strompreisen von etwa 40 Cent pro kWh. Diese Kostendifferenz ermöglicht es, die Ausgaben für Strom, um das Fünffache zu senken, wenn Elektroheizsysteme wie Wärmepumpen und Lüftungsanlagen mit dem selbst erzeugten Solarstrom betrieben werden.

So verbessern Sie die Leistung Ihrer PV-Anlage in den Wintermonaten mit unseren spezialisierten Modulen

Die Effizienz von Photovoltaikanlagen und die damit verbundenen Kosteneinsparungen sind stark von den saisonalen Gegebenheiten abhängig. Deshalb gibt es eine bedeutsame Limitation bei der Verwendung von Solarstrom für Heizsysteme in den Wintermonaten. In dieser Zeit sind die Tage kürzer und der Himmel häufig bewölkt, was zu einem spürbar reduzierten Energieertrag der PV-Anlagen führt. Aus diesem Grund können bestimmte Anlagen während der kälteren Monate nur einen eingeschränkten Beitrag zur Senkung der Stromkosten beitragen. Um die Herausforderungen der Wintermonate zu überwinden, in denen die Sonneneinstrahlung geringer ist und die Tage kürzer sind, wurden spezielle Photovoltaik-Module und Vorrichtungen entwickelt:

  • Bifacial Module: Diese Module können Licht von beiden Seiten einfangen – sowohl von der Vorderseite, die direkt zur Sonne ausgerichtet ist, als auch von der Rückseite, die reflektiertes Licht von der Umgebung nutzt. Dies erhöht die Gesamteffizienz der Module, besonders an Tagen mit niedrigem Sonnenstand und diffuser Lichtverteilung.
  • PV-Module mit verbessertem Temperaturkoeffizienten: Einige PV-Module sind speziell dafür ausgelegt, bei niedrigeren Temperaturen, wie sie im Winter häufig vorkommen, besser zu funktionieren. Diese Module haben einen geringeren Leistungsabfall bei Kälte, was die Stromproduktion stabilisiert.
  • PERC-Technologie (Passivated Emitter and Rear Cell): Module mit PERC-Technologie bieten eine verbesserte Leistungsfähigkeit, indem sie die Lichtaufnahme und die Energieumwandlungseffizienz erhöhen. Sie nutzen eine zusätzliche Schicht auf der Rückseite der Zelle, die das Licht einfängt und zurück in die Zelle reflektiert, um mehr Energie zu generieren.
  • Tracking-Systeme: Diese Systeme ermöglichen es den PV-Modulen, sich während des Tages automatisch nach der Sonne auszurichten, um die maximale Sonneneinstrahlung zu nutzen. Dies ist besonders vorteilhaft in den Wintermonaten, wenn die optimale Ausrichtung zur Sonne entscheidend für die Energieausbeute ist.

Diese Technologien und Vorrichtungen helfen, den Energieertrag von Photovoltaikanlagen in den Wintermonaten signifikant zu verbessern und somit die Rentabilität und Effizienz der Solaranlagen zu erhöhen. Besonders die fortschrittliche Fullscreen-Technologie Bifacial PV-Module steigert den Selbstreinigungseffekt und verringert dadurch die Ansammlung von Schmutz. Dies führt dazu, dass selbst in den Wintermonaten zwischen 6 und 15 % mehr Strom produziert werden kann. Ein zusätzlicher Vorteil von Bifacial PV-Modulen ist die Reduzierung der Wartungs- und Reinigungskosten.

Trotz dieser Herausforderungen stellen PV-Anlagen eine langfristig umweltfreundliche und kostensparende Option für die Stromversorgung elektrischer Heizsysteme wie Wärmepumpen dar.

Wärmepumpen und Elektroheizungen intelligent einspeisen 

Sie möchten sich umweltbewusster aufstellen und grüner heizen? In Zukunft werden Wärmepumpen und Solaranlagen noch stärker integriert, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen weiter zu reduzieren. Konkret funktioniert die Kombination aus Wärmepumpe und PV-Technologie folgendermaßen: Die PV-Anlage fängt Sonnenstrahlen ein und produziert Strom, der in verschiedene elektrische Heizsysteme eingespeist werden kann.

Heizstäbe in Wärmepumpensystemen dienen als Backup-Heizung, um die Effizienz des Systems zu verbessern und sicherzustellen, dass das Gebäude immer ausreichend beheizt ist. Die Heizstäbe können idealerweise mit Solarstrom betrieben werden. Diese Kombination bietet eine nachhaltige und umweltfreundliche Möglichkeit, Ihr Gebäude zu beheizen. Durch die Nutzung von Solarstrom für die Betreibung der Heizstäbe wird der Eigenverbrauch von erneuerbarer Energie maximiert, was wiederum die Abhängigkeit von konventionellen Energieträgern reduziert und die Betriebskosten senkt. Diese Integration von Solarenergie in die Wärmepumpen ermöglicht eine effiziente und ökologisch sinnvolle Nutzung der vorhandenen Ressourcen.

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