Die richtige Dampfbremse für Ihre Dämmung 

Wenn es um den Aus- oder Aufbau Ihres Daches geht, sollten Sie auf die richtige Dämmung setzen. Sie dichtet die Räumlichkeiten, die sich direkt unter dem Dach befinden, ab und verhindert, dass wertvolle Wärme entweicht. Ein wichtiger Bestandteil Ihrer Dämmung sollte dabei stets eine hochwertige und ordnungsgemäß verlegte Dampfbremse sein. Warum sie so essenziell für die Dämmung ist, welche verschiedenen Arten es gibt und was Sie beim Verlegen beachten müssen, erfahren Sie in diesem Ratgeber.  

Was genau bewirkt eine Dampfbremse? 

Eine Dämmung dichtet, einfach gesagt, Ihre Räumlichkeiten ab. So kann weder warme Luft aus dem Inneren entweichen, noch kalte Luft von draußen eindringen. Wenn Sie beispielsweise Ihr Dach dämmen, ist jedoch nicht nur das richtige Dämmmaterial ausschlaggebend für die Qualität Ihrer Dämmung, sondern auch die sogenannte Dampfbremse. Doch was genau ist ihre Funktion? 

Einfach gesagt schützt die Dampfbremse das restliche Dämmmaterial. In jedem Raum sammelt sich Feuchtigkeit – mal mehr, mal weniger. Dringt diese jedoch in Ihre Dämmung, sammelt sie sich dort an und es bilden sich feuchte Stellen. Die Feuchtigkeit im Dämmstoff verringert nicht nur die dämmende Wirkung, sondern kann auch zu Schimmel führen, der gesundheitsschädlich ist.  

Um dies zu verhindern, gibt es sogenannte Dampfbremsen. Hierbei handelt es sich meist um eine dünne Folie oder feine Pappe, die zum Innenraum, also zur warmen Seite hinweg, auf die Dämmung kommt. Diese wird mit einem speziellen Klebeband sauber und dicht verklebt, sodass sie wie eine Schutzschicht oder Membran für Ihre Dämmung wirkt und diese vor eindringender Feuchtigkeit schützt. 

Dampfbremsen – die verschiedenen Arten und Variationen 

Wenn es um die richtige Dampfbremse für Ihre Dämmung geht, stehen Ihnen viele verschiedene Arten und Variationen zur Verfügung. So gibt es Exemplare aus verschiedenen Folien oder aus dünner Pappe. Worin sich die verschiedenen Dampfbremsen unterscheiden und worin sie sich zu sogenannten Dampfsperren unterscheiden, erfahren Sie im Nachfolgenden. 

Dampfbremsen aus Folie 

Dampfbremsen aus Folie sind der Klassiker. Eine besonders wertvolle Eigenschaft ist, dass sie wasserabweisend oder sogar teilweise wasserdicht sind. Dies gewährt einen höheren Schutz im Gegensatz zu Dampfbremsen aus Pappe. Meist bestehen Dampfbremsfolien aus Low Density Polyethylen, kurz LDPE genannt. Das aus Kohlen- und Wasserstoff bestehende Weich-Polyethylen wird mit einem besonders hohem Druck hergestellt, was der Dampfbremse aus LDPE-Folie geringe Dichte verleiht.  

Dampfbremsfolien aus LDPE überzeugen durch: 

  • eine hohe Flexibilität und gleichzeitig Reißfestigkeit, 
  • eine gute Hitzebeständigkeit sowie 
  • Ihre wasserabweisende Wirkung. 

Die Folienvariante der Dampfbremse können Sie in verschiedenen Größen erwerben. Handelsüblich sind große Rollen in verschiedenen Breiten, sodass Sie die Länge Ihrer Dampfbremsbahnen individuell abschneiden können. 

Dampfbremsen aus Pappe  

Bei Dampfbremsen aus Pappe handelt es sich selbstverständlich nicht um handelsübliches Papier. Da auch sie den Zweck haben, Feuchtigkeit aus den Räumen davon abzuhalten, im Übermaß in Ihre Dämmung eintreten zu lassen, haben sie eine wasserabweisende Eigenschaft. Diese erhält die Dampfbremspappe durch eingearbeitete Glasfasern 

Der Vorteil dieser Art von Dampfbremse ist, dass sie trotz der wasserabweisenden Wirkung Ihre Dämmung auch zum Innenraum hinweg “atmen” lässt. Dampfbremsfolie hingegen “staut” die Feuchtigkeit vor der Dämmung, sodass diese in Ihren Räumlichkeiten bleibt. 

Auch die Dampfbremse aus Pappe erhalten Sie in unterschiedlichen Breiten, die meist in Rollen verkauft werden, die Sie individuell abtrennen und so die Länge der einzelnen Bahnen variieren können. 

Untersparrendämmung eines Dachs

Der Unterschied zwischen Dampfbremsen und Dampfsperren  

Oft werden die Begriffe “Dampfbremse” und “Dampfsperre” als Synonyme füreinander verwendet – doch ist das so richtig? Tatsächlich nicht. Bei einer Dampfsperre handelt es sich um eine noch besser vor Feuchtigkeit schützenden Alternative zur Dampfbremse und sollte in Räumen mit einer besonders hohen Feuchtigkeit genutzt werden. Als Richtwert wird hier die Klimaklasse 3 genommen – das trifft auf Badezimmer und kleine, geschlossene Küchen, aber auch auf Dampfbäder und Saunas zu. In allen anderen Räumlichkeiten reicht eine handelsübliche Dampfbremse voll und ganz aus, da eine 100%-ige Abdichtung vor Feuchtigkeit nach neuesten Erkenntnissen nicht ideal ist und sich ebenso negativ auf Ihre Dämmung auswirken kann, wie eine zu hohe Feuchtigkeit selbst. 

Wann der Einbau einer Dampfbremse wichtig ist und wann Sie darauf verzichten können 

In der Regel sollten Sie bei jeder Art von Dämmung eine Dampfbremse oder -sperre mit verbauen, jedoch gibt es Ausnahmen, in denen Sie darauf verzichten können. Haben Sie beispielsweise bereits EPDM oder Bitumen-Dachbahnen in Ihrem Dach verbaut oder PU-Schaum oder eine Folie direkt unter den Dachziegeln, so wird vor dem Anbringen einer Dampfbremse gar abgeraten. Achten Sie bei der Planung Ihrer Dämmung stets darauf, dass Sie einen ausreichenden Schutz vor Feuchtigkeit mit einbauen, sehen Sie aber davon ab, es zu übertreiben.  

Die goldenen Regel für das Anbringen einer Dampfbremse 

Eine Dampfbremse können Sie mit ein wenig handwerklichem Geschick selbst verlegen, jedoch gibt es einige Punkte auf die Sie achten sollten, damit der Schutz seinen Zweck erfüllt.  

  1. Die Folie wird immer raumseitig, aus dem Innenraum betrachtet, also auf den übrigen Dämmstoff angebracht. 
  2. Achten Sie darauf, sorgsam mit der Dampfbremse umzugehen. Sie sollte keine Beschädigungen davontragen, da sonst ihre schützende Wirkung beeinträchtigt wird. 
  3. Beim Verlegen sollten Sie schauen, dass die einzelnen Bahnen der Dampfbremse etwas überlappen. In der Regel sollten Sie sie ungefähr 15 cm überlappen lassen, wobei 10 cm das Minimum und 20 cm das Maximum sind. Indem Sie die Dampfbremsbahnen so anbringen, gewähren Sie, dass sich keine Lücken bilden.  
  4. Nutzen Sie auf jeden Fall spezielles Klebeband, um die Bahnen der Dampfbremse miteinander zu verkleben. 
  5. Vergessen Sie nicht, dort wo es Aussparungen für Fenster, Lichtschalter, Steckdosen oder ähnliches gibt, besonders achtsam mit den Fugen umzugehen. Hier sollten Sie präzise arbeiten und nicht mit dem Klebeband sparen, um eine gute Dichtung zu gewährleisten.  

Halten Sie sich beim Anbringen der Dampfbremse an diese essenziellen Regeln, so kann nichts schief gehen.  

Ein Bauarbeiter dämmt ein Dachgeschossfenster

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