Schleppdach: Was ist das und wie können Sie es clever nutzen 

Das Schleppdach gilt als Erweiterung eines Hauptdaches und kann einfach in Eigenregie umgesetzt werden. Wenn auch Sie Ihr Eigenheim renovieren und über eine simple Erweiterung Ihres Daches nachdenken, sind Sie hier genau richtig, denn wir verraten Ihnen in diesem Ratgeber alles, was Sie zur Konstruktion des Schleppdaches wissen müssen und worin seine Vor- und Nachteile liegen.

Das Schleppdach einfach erklärt

Das Schleppdach zählt nicht zu den Hauptdächern, sondern dient als funktionale Ergänzung einer bestehenden Dachform. Es wird an ein bereits vorhandenes Hauptdach – wie etwa ein Satteldach oder Walmdach – angeschlossen und erweitert somit die überdachte Fläche gezielt.

Typische Merkmale des Schleppdaches:

  • Anbauweise: Es ist kein eigenständiges Dach, sondern wird an eine bestehende Dachkonstruktion angebaut.
  • Dachneigung: Ähnlich wie beim Pultdach verfügt das Schleppdach über nur eine geneigte Dachfläche.
  • Gefälle: Die Neigung wird individuell an das Hauptdach angepasst – das Gefälle kann dabei sehr flach oder steil ausfallen.
  • Vielfältige Einsatzbereiche: Besonders bei Gartenhäusern, Carports oder Nebengebäuden kommt das Schleppdach häufig zum Einsatz.
  • Alternative zum Flachdach: Durch seine flache Neigung kann es optisch und funktional einem Flachdach ähneln, bietet jedoch einen besseren Wasserabfluss.

Der Unterschied zum Pultdach liegt darin, dass Letzteres eine komplette Dachform für ein ganzes Gebäude darstellt. Das Schleppdach hingegen wird immer ergänzend genutzt und unterstützt die Hauptkonstruktion.

Die verschiedenen Arten des Schleppdaches

Haben Sie sich entschieden, Ihr bestehendes Dach um ein Schleppdach zu erweitern, so stehen Ihnen mehrere Möglichkeiten der Umsetzung zur Wahl. Die wohl gängigste Art, ein Schleppdach anzuschließen, ist, dass man es direkt an der Traufe mit dem Hauptdach verbindet. Jedoch können Sie es auch problemlos unterhalb der Traufe anschließen. So überlappen sich Haupt- und Schleppdach etwas. Andersherum geht es natürlich auch: Das Schleppdach wird oberhalb der Traufe angebracht und das Hauptdach liegt somit ein Stück unter dem Schleppdach. Diese Art der Konstruktion findet sich jedoch eher seltener. 

Wenn das Schleppdach direkt an das Hauptdach anschließt, gehen die Begriffe Traufe (beim Hauptdach) und Dachfirst(beim Schleppdach) an dieser Stelle verloren. Stattdessen spricht man in diesem Übergangsbereich von einer sogenannten Kehle. 

In Sachen Material stehen Ihnen selbstverständlich auch einige Optionen offen. Der Klassiker besteht aus Holz, jedoch kann ein Schleppdach auch aus Metall oder anderen Baustoffen gebaut werden. Beachten Sie, dass hier dementsprechend die Kosten variieren, je nachdem, für welches Material Sie sich entscheiden. 

Die Neigung des Schleppdaches

Wenn es um den Neigungswinkel Ihres Schleppdaches geht, können Sie variieren. Je nachdem, welchen Zweck es erfüllen soll, können Sie das Schleppdach gleich zum Hauptdach, aber selbstverständlich auch steiler oder flacher konstruieren. 

Die Schleppgaube 

Schleppdächer kommen oft als Überdachung für Terrassen zum Einsatz oder dienen als Carport. Jedoch gibt es auch eine besondere Art des Schleppdaches, welches in Kombination mit einer Gaube gebaut wird: die Schleppgaube. Hier kann das Schleppdach lediglich für eine Gaube konstruiert werden, oder durchgängig für mehrere. Hier ist wichtig zu beachten, dass der Neigungswinkel des Schleppdaches flacher ist als der des Hauptdaches.

Die Vor- und Nachteile eines Schleppdaches

Selbstverständlich hat auch das Schleppdach, ebenso wie alle anderen Dacharten, Vor- und Nachteile, über die wir Sie im Nachfolgenden aufklären.

Die Vorteile

Der wohl größte Vorteil eines Schleppdaches ist, dass man mit einem einfachen handwerklichen Verständnis und einem geringen finanziellen Aufwand sein Dach erweitern kann. Es kann an nahezu alle Dacharten angebracht werden und erweitert so simpel Ihre Dachfläche. Besonders, wenn Sie eine Überdachung für Ihre Terrasse, Ihren Balkon oder einen Carport haben möchten, bietet sich ein Schleppdach hervorragend an. Doch auch oberhalb einer Gaube kann ein Schleppdach zum Einsatz kommen und macht sich hervorragend als Dacherweiterung.

Die Nachteile

Der Nachteil eines Schleppdaches ist, dass Ihnen wenig gestalterischer Spielraum bleibt. Es ist in seiner Konstruktion besonders simpel und ist optisch nicht sonderlich auffällig. Besonders wenn es um die Bedachung einer Gaube geht und Sie viel Wert darauf legen, dass Ihr Dach ein Hingucker wird, sollten Sie eventuell über eine andere Dachart nachdenken. Nichtdestotrotz können Sie selbstverständlich auch ein Schleppdach in einigen Dingen individualisieren. So können Sie aus unterschiedlichen Eindeckungsvarianten wählen: Je nachdem ob Sie Ziegel, Bleche oder Steine wählen können Sie so ein anderes Bild schaffen.

Ihr Schleppdach mit Henrich Baustoffzentrum

Wenn Sie sich für ein Schleppdach entschieden haben, sind Sie bei Henrich Baustoffzentrum an der richtigen Stelle. In unserem Sortiment finden Sie hochwertige Materialien und das nötige Werkzeug, damit Sie Ihr Bauvorhaben einwandfrei umsetzen können. Zusätzlich können Sie sich auf eine erstklassige Beratung durch unsere erfahrenen Kollegen freuen: Wir stehen Ihnen von der Planung bis hin zur Verwirklichung mit Rat und Tat zur Seite.

Entdecken Sie außerdem viele weitere Ratgeber-Kategorien rund ums Bauen und Renovieren – ideal, wenn Sie sich umfassend über das Schleppdach und dessen vielfältige Einsatzmöglichkeiten informieren möchten:

Besuchen Sie uns an einem unserer Standorte und finden Sie mit unserer Unterstützung die passende Lösung für Ihr individuelles Schleppdach-Projekt – wir freuen uns auf Ihren Besuch!