Den richtigen Arbeitsschuh finden

Fußverletzungen zahlen zu den Hauptgründen für meldepflichtige Arbeitsunfälle am Bau. Sie rangieren auf Platz 2 in der Unfallstatistik der Berufsgenossenschaft Bau. Nur Handverletzungen kommen öfter vor. Häufig treten Verletzungen am Fersenbein auf. Schon ein Fall aus 50 Zentimeter Höhe kann ausreichen, damit es bricht. Das kann bleibende Schäden hinterlassen. Ein Klassiker am Bau sind auch eingetretene Nägel. „Deshalb ist es wichtig, bei der Arbeit geeignete und nach den Vorschriften zugelassene Sicherheitsschuhe zu tragen“, erklärt Henrich-Baufachmarktleiter Mario Lehmacher.

Gründung für Fußverletzungen

  • Stoßen
  • Einklemmen
  • umfallende, herabfallende oder abrollende Gegenstände
  • Hineintreten in spitze Gegenstände
  • Hitze oder Kälte
  • Chemikalien

(Quelle: BG Bau, Fortbildung nach der DGUV Vorschrift 2, Individueller Fußschutz)

Am Bau sind Sicherheitsschuhe geboten. Diese erkennen Sie am Buchstaben S. Geregelt ist dies nach der DIN-Norm EN ISO 20345. Solche Schuhe sind mit einer Zehenschutzkappe aus Stahl-, Aluminium- oder Kunststoff ausgerüstet. Diese muss den Zehenbereich gegen Quetschungen durch darauf fallende schwere Gegenstände (bis zu 200 Joule) schützen können.

Folgende Kategorien an Sicherheitsschuhen gibt es:

  • SB – Grundanforderungen
  • S1 – Zusatzanforderungen (A+FO+E*)
  • S1P – Zusatzanforderungen (A+FO+E+P*)
  • S2 – wie S1, zusätzlich bedingte Wasserdichtigkeit (A+FO+E+WRU*)
  • S3 – wie S2 und zusätzlich durchtrittsicher (A+FO+E+WRU+P*)
  • S4 – wie S2, aber als wasserdichter Stiefel
  • S5 – wie S4, zusätzlich durchtrittsicher

(Quelle: Wikipedia, *Erläuterungen zu den Kürzeln in Klammern am Ende des Artikels).

In der Bauwirtschaft wird man im Regelfall Sicherheitsschuhe der Kategorien S3 (wasserabweisendes Obermaterial und Durchtrittschutz zum Beispiel gegen Nägel) und S5 (wasserdichtes Schuhwerk – meist Gummistiefel mit Durchtrittschutz) verwenden.

Früher wurde die am Bau wichtige Durchtrittsicherheit durch Stahlblech gewährleistet. Heute kommt auch Kevlar, Lenzi, Fibre-LS oder Ähnliches zum Einsatz. Gewebesohlen sind bequemer, weil sie sich leichter biegen und zudem isolierend gegen Kälte und Wärme wirken. Sie müssen in jedem Fall der EN ISO-Norm 20344:2011 entsprechen.

Arbeitsschuhe gibt es auch für besondere Anforderungen – zum Beispiel auch speziell mit vergrößerter Zehenkappe für deformierte Füße. Wegen der gesellschaftlichen Alterung leiden heute immer mehr Beschäftigte unter Fußproblemen. Henrich-Experte Mario Lehmacher: „Passendes Schuhwerk ist auch deshalb heute wichtiger denn je.“

*Zusatzangaben zu Sicherheitsschuhen:

  • A – antistatische Schuhe
  • AN – Fußknöchelschutz
  • C – leitfähige Schuhe
  • CI – Kälteisolierung (Probe bei −20 °C)
  • CR – Schnittfestigkeit
  • E – Energieaufnahme im Fersenbereich
  • FO – öl- und benzinresistente Sohle
  • HI – Wärmeisolierung
  • HRO – Verhalten gegenüber Kontaktwärme (Wärmebeständigkeit der Sohle bei 300 °C in Minuten)
  • I – elektrisches Isolierschuhwerk
  • M – Mittelfußschutz
  • P – Durchtrittsicherheit
  • SRA – Rutschhemmung (Testverfahren: Keramikfliese/Reinigungsmittel)
  • SRB – Rutschhemmung (Testverfahren: Stahlboden/Glycerin)
  • SRC – Rutschhemmung (Testverfahren: SRA und SRB bestanden)
  • WR – Beständigkeit des gesamten Schuhs gegen Wasserdurchtritt und Wasseraufnahme
  • WRU – Beständigkeit des Schuhoberteils gegen Wasserdurchtritt und Wasseraufnahme

Qualitätsmarke Elten – Gesamtkatalog zur Übersicht

Der Henrich-Baufachmarkt führt ein breites Sortiment an Arbeitsschuhen der Qualitätsmarke Elten. Lassen Sie sich bei uns beraten und finden Sie den für Ihre Anforderungen geeigneten Sicherheitsschuh.